Sichttiefe Zentimeter genau bestimmen
Gerade Teichbesitzer mit steil abfallenden Uferzonen und schwarzer Folie klagen oft über eine zu geringe Sichttiefe. Hier machen Lichtspiegelungen und der Blick auf einen schwarzen Untergrund eine Abschätzung der Sichttiefe unmöglich. Zum ermitteln der Sichttiefe wird in der Limnologie eine sogenannte Secchischeibe verwendet. Eine solche Scheibe ist schnell und günstig gebastelt. Benötigt wird nur ein alter Besenstiel, eine Holzschraube, ein Beilagring, einen Meterstab und ein runder, weißer Platikdeckel (auf dem Foto wurde eine alte, defekte, weiße CD verwendet) mit einem Durchmesser von ca. 20 cm. Den Platikdeckel (CD) mit dem Beilagring am unteren Ende des Besenstiels mit der Holzschraube befestigen, den Meterstab mit 3 Gummiringen am Anfang in der Mitte und am Ende fixieren und fertig.
Mit diesem einfachen Gerät kann nun die Sichttiefe auf den Zentimeter genau bestimmt werden. Den Besenstiel so in den Teich eintauchen damit der weiße Plastikdeckel (CD) in der waagerechten steht und dabei solange abtauchen bis zum visuellen Verschwinden. Die Sichttiefe an dem Meterstab ablesen. Mit der Sichttiefe wird die Euphotische Zone in einem Teich bestimmt. Dies ist die lichtdurchflutete Zone in der die Photosynthese stattfindet und Sauerstoff produziert wird. Die Eindringtiefe des Lichtes hängt von mehreren Faktoren ab. Diese sind, die verfügbare Lichtmenge, die Absorption des Lichtes, den Trübstoffen, der Färbung besonders durch Algen und die mineralische Trübungen (milchige Trübung durch hartes Wasser, Kalkfällung). Sichttiefen bis zu 15 Metern sind nur als Ausnahme bei tiefen und sauberen Seen zu beobachten. Eine Sichttiefe von 2 Metern in einem Teich ist schon ein außergewöhnlicher Wert.
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