Nährstoffüberschuß im Teichwasser vermeiden!
Zahlreiche Fische sind im Kurparkteich Lüneburg am Wochenende verendet.
Die Ursache dafür hat einen klassischen Verlauf: Eine Algenblüte, hervorgerufen durch den Nährstoffeintrag der vielen Fische und Vögel. Durch den massenhaften Algenwuchs produzieren diese mit dem Sonnenlicht sehr viel Sauerstoff der jedoch durch die “hohe Temperatur” des Teichwassers nicht mehr im Wasser gebunden wird. Sobald die Photosynthese zum Stillstand kommt verbrauchen die Algen den Sauerstoff und dadurch wird quasi alles Leben im Teich erstickt. Im Kurparkteich Lüneburg kommt ein Oberflächenbelüfter zum Einsatz. Dieser sorgt dafür, dass das Teichwasser zirkuliert und ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird. Dieses ist jedoch keine wirksame Maßnahme um das Algenproblem in den Griff zu bekommen, es sichert “nur” das Überleben der noch vorhandenen Teichbewohnern.
Solange noch ein Nährstoffüberschuß im Teichwasser ist solange werden sich die Algen ungehindert vermehren. Langfristig einer Algenplage vorzubeugen hilft der ausreichende Besatz mit Wasserpflanzen die direkte Nahrungskonkurenten der Algen sind. Dabei sollte man sich nicht nur auf Pflanzen der Uferzone wie z.B. Bachnelkenwurz, Wollgras oder Sumpfdotterblume beschränken die haupsächlich Nährstoffe aus dem Boden aufnehmen sondern vor allem Pflanzen der Tiefwasserzone wie z.B. Winterhartes Hornkraut und Ähriges Tausendblatt die viele Nährstoffe direkt dem Wasser entziehen. Eine sinnvolle Algenvorbeugung muß vor allem bedeuten: Nährstoffüberschuß im Teichwasser vermeiden!
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