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Miniteich für Terrasse und Balkon

Minigartenteich

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Gefäße
Miniteiche für Terrassen, Balkone oder im Garten lassen sich ganz einfach herstellen. Für ein Miniwasserbecken kann man wirklich alle Gefäße verwenden. Auf eine Mindestgröße sollte man jedoch achten, es sollten nach der Bepflanzung mindestens 30 Zentimeter, besser noch bis zu 50 Zentimeter Wassertiefe vorhanden sein. Es ist auch vollkommen egal aus was für einem Material das Gefäß besteht. Holzgefäße oder Fässer, Zinkwannen, Kupferkessel, Steintröge, Plastikgefäße ja sogar nicht mehr ganz wasserdichte Gefäße können verwendet werden wenn diese mit einer flüssigen Teichfolie auskleidet werden. Diese flüssige Membrane, meistens basierend auf ein Ein-Komponenten-Polyurethan ist trinkwassergeeignet und ideal um alle Arten von Teichen, Wassertanks, Kanäle, Terrassen, Balkone, Bäder usw. wasserdicht zu machen. Diese flüssige Teichfolie ist einfach in der Anwendung, ergibt eine nahtlose, durchlaufende Schicht die sich komplett an die Oberfläche anpasst. Ein herauslösen von Metallionen, Weichmachern, Kalk etc. in das Wasser ist somit auch nicht mehr möglich.

Standort
Außer der schattigen und kühlen Nordseite ist jede Seite des Hauses für einen Miniwassergarten geeignet. Sumpf- und Wasserpflanzen lieben einen sonnigen Standort besonders Seerosen. Ein Miniteich an der prallen Sonne ist jedoch Stress für die Pflanzen. Die doch kleine Wassermenge erwärmt sich schnell, wodurch sich Algen stark vermehren und der Sauerstoffgehalt des Wassers rapide abnimmt. In dunklen oder schwarzen Gefäßen wird das Sonnenlicht adsorbiert und der Effekt des Aufheizens verstärkt sich.
Ein Sonnenschirm, Sonnensegel oder Markise kann für den nötigen Schatten sorgen.
Beim Miniteich auf dem Balkon oder der Terrasse muss auf die Tragfähigkeit und Lage des Standortes geachtet werden. Ein Holzfass kann gefüllt leicht um die 100 Kilogramm wiegen. Für Balkone oder Terrassen mit so genannten Verkehrslasten von mindestens 350 Kilogramm pro Qaudratmeter ist dies jedoch kein Problem. Die Tragfähigkeit an der Hauswand ist höher als die an der Brüstung.

Bepflanzung
Stellen Sie den Miniteich auf und legen alles was benötigt wird wie: Steine (aus Gewichtsgründen Styropor) zum Variieren der Stellhöhen von Wasserpflanzen, Kiesel zur Dekoration, Wasserpflanzen und Wasser in einer Gießkanne bereit. Platzieren Sie die Steine gemäß den Pflanzenansprüche an die Wassertiefe im Gefäß. Zum Bepflanzen verwenden Sie nur spezielle, nährstoffarme Teicherde oder ein Gemisch aus Sand und Kieselsteinen. Mit Gartenerde werden zu viele Nährstoffe in das Wasser eingetragen welche die Algen explosionsartig Vermehren lassen. Mit Pflanzkörben lassen sich die Pflanzen je nach deren Bedürfnissen in den Miniteich einsetzen. Sumpfpflanzen müssen so platziert werden, dass der Miniteich nur knapp mit Wasser bedeckt wird. Schwimmpflanzen treiben im Wasser und werden nur leicht verankert. Unterwasserpflanzen reichern das Wasser mit Sauerstoff an und sorgen für klares Wasser. Wasserpflanzen haben empfindliche Blätter und Triebe die an der Luft gerne austrocknen und sollten daher bei bedecktem Himmel oder wenigstens im Schatten in den Miniteich gesetzt werden. Bei Seerosen-Hybriden mit den schönen und großen Blüten ist ein Wasserstand von mindestens 40 Zentimetern nötig, die Zwergseerose kommt mit einem Wasserstand von 15 Zentimetern aus. Ein Miniteich ist ideal, um wärmeabhängige exotische Wasserpflanzen einzusetzen. Lassen Sie sich von einem Gärtner vor Ort über Wasserpflanzen beraten.

Pflege
Da Wasserpflanzen die benötigten Nährstoffe aus dem Wasser aufnehmen beschränkt sich der Pflegeaufwand auf nachfüllen des Wasserstandes, gelegentliches abfischen von zu stark ausgebreiteten Algen und stutzen oder entfernen von zuviel der Wasserpflanzen. Wasser aus einem natürlichem, unbelastetem Bach indem sich die Larven der Eintagsfliege (diese benötigen sauberes Wasser das viel Sauerstoff enthält)
tummeln, ist das ideale Wasser für den Miniwassergarten.

Winterschutz
Die einheimischen Sumpf- und Wasserpflanzen sind meistens frosthart, dennoch muss ein Miniteich im Winter geschützt werden. Die Gefäßwände mit einer 5 bis 10 Zentimeter starken Styroporverkleidung versehen und mit Folie, Vlies, Kokos oder ähnlichem einpacken. Alle abgestorbenen Pfanzenteile entfernen damit sich keine Faulgase bilden können. Frostempfindliche Pflanzen müssen im Herbst in ein frostfreies Winterquartier gebracht werden.

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