Gewöhnlicher Wasserläufer einer der Ersten und flinksten Gäste im Teich
Der Gewöhnliche Wasserläufer (Gerris lacustris) ist in ganz Europa, Asien und Nordafrika heimisch und gehört zur Familie der Wasserwanzen (Heteroptera). Die 0,8 bis 1 Zentimeter große räuberische Wanzenart ernährt sich vornehmlich von toten und lebenden Tieren, die sie auf der Wasseroberfläche erbeuten. Zum Aufspüren von Bewegungen im Wasser verfügt das Insekt ein fein entwickeltes Vibrationsorgan. Die beiden hinteren Beinpaare sind lang und mit feinen Härchen versehen, die es ihm mit Hilfe der Oberflächenspannung des Wassers ermöglichen, auf dem Wasser zu laufen. Die Vorderbeine sind kräftig und um einiges kürzer als die Hinterbeine und werden zum Fangen und festhalten der Beute verwendet. Die Mittelbeine geben den Vortrieb und die Hinterbeine dienen als Steuer. Mit einem Satz können sie das Tier bis zu einem Meter nach vorne bringen. Wasserläufer können weite Sprünge vollführen und bei Störung kommt es zur Flucht im Sprung. Zu den allerersten Gästen im neu angelegten Gartenteich gehören die flugfähigen Insekten. Es gibt jedoch Exemplare mit teilweise oder völlig zurückgebildeten Flügeln. Die Paarungszeit des Wasserläufers dauert vom Frühling bis in den Frühsommer. Das Weibchen legt die Eier über mehrere Monate dicht unter der Wasseroberfläche an Pflanzen angeheftet ab. Es gibt zwei Generationen pro Jahr. Über insgesammt fünf Häutungen entwickelt sich die Larve dann zum Vollinsekt. Der geschickt über die Wasserfläche gleitende Wasserläufer sucht nur zur Überwinterung geeignete Verstecke an Land auf.
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