Der Igel kommt nicht nur zum trinken an den Gartenteich
Die zwei in Europa beheimateten Arten, der Braunbrust- und Weißbrustigel sind gute Schwimmer und kommen nicht nur zum trinken an den Teich. Igel gehen in heißen Sommern gerne in Teichen baden. Bei einem steilwandigem Teich sollte nachts immer ein Holzbrett mit Sprossen als lebensrettende Ausstiegsmöglichkeit für hineingefallene Tiere angebracht werden.
Der Igel ist ganzjährig geschützt und darf weder gefangen noch getötet werden. Kranke, verletzte oder junge Igel, die in der Natur nicht überleben könnten, dürfen solange gepflegt werden, bis sie wieder ein selbständiges Leben führen können. Befindet sich in der Nähe des Teiches ein Komposthaufen so ist das Schlaraffenland für den Insektenfresser perfekt. Dieser sollte aber dem Igel zugänglich sein. Ein Kompostwalm oder ein Brettverschlag mit Durchschlupf erleichtert den Zutritt zu den Leckerbissen enorm. Bei einem Verzicht von Kunstdünger, Pestiziden und Herbiziden im Garten schafft man einen gesunden und giftfreien Lebensraum für die Igel. Gesunde Igel helfen Ihnen im Kampf gegen die verschiedensten Schädlinge. Auf dem Speiseplan der meistens Dämmerungs- und Nachtaktiven Tiere stehen, Insekten und deren Larven, Ringelwürmer, Schnecken, Maden, Frösche, Kleinechsen, Schlangen, Mäuse aber auch Aas, Wurzeln und Früchte. Die Igel können echt eigenartige Geräusche machen wie schmatzen, würgen, schnarchen bis husten. Das “Husten” ist meist ein Anzeichen von Lungenwürmern, das haben fast alle freilebenden Igel! Ist das „Husten“ sehr stark oder gar dauerhaft, dann sollte man einen Tierarzt aufsuchen um einen erhöhten Innenparasitenbefall abzuklären und ihn zu entwurmen. Meistens ist dies jedoch nicht nötig und falsch verstandene Tierliebe führt eher nur zu Stress für die Igel als das es ihnen wirklich hilft. Nach spätestens drei Wochen sind die putzigen Kerle wieder von Parasiten befallen.
Eine kranken oder verletzten Igel nicht mit Milch füttern. Von Milch kriegen Igel wegen des Milchzuckers Durchfall, Darmentzündungen und Infektionen, die für den Igel vielfach tödlich enden können. Igel fressen gerne, Katzen- oder Hundedosenfutter, Eier (hartgekocht oder als Rührei), Geflügelfleisch (gekocht) und Rinderhackfleisch (roh nur ganz frisch, besser kurz anbraten). Zur guten Verdauung unerlässlich und als darunter zu mischende “Ballaststoffe” eignen sich: gekochte Karotten, Weizenkleie, Futterhaferflocken oder Igeltrockenfutter. Frisches Wasser sollte immer angeboten werden. Igel können Hühnereier knacken indem sie sich um das Ei wickeln und dann mit ihren 36 spitzen Zähnen die Schale aufbrechen. Das kann locker eine halbe Stunde dauern aber er schafft es. Wer schon einmal den Kampf um Eiweiß und Dotter gesehen hat, der kennt die Hartnäckigkeit von diesen nützlichen Gesellen.
Tags:Koiteiche, Naturteiche, Schwimmteiche, Teiche





