Baustellenablauf
Nagetierschutz:
Als Schutzmaßnahme gegen Nagetiere empfehlen wir ein engmaschiges plastifiziertes Drahtgeflecht mit einer Maschenweite von maximal 15 mm einzulegen. Nagetiere halten sich jedoch ausschließlich im Humusbereich auf, daher kann diese Schutzmaßnahme vorwiegend auf die Randpartien beschränkt werden.
Ausgleichsschicht:
Entfernen Sie alle spitzen Gegenstände wie Steine, Wurzeln und dergleichen aus der Teichgrube und der Böschung. Schliessen Sie alle Löcher und Unebenheiten. Auf das Drahtgeflecht (wenn notwendig) oder den Untergrund wird eine Ausgleichsschicht, Geotextil (mindestens 500 g/m²) wobei die Überdeckung an Längs- und Querstößen mindestens 50 cm betragen soll oder 5 – 10 cm Sand mit einer Kerngröße von 0,8 mm eingebaut. Wegen der großen Abrutschgefahr bei steileren Böschungen oder wenn Schweißarbeiten an der Teichfolie ausgeführt werden müssen sollte man auf Sand verzichten.
Verlegung der Abdichtung:
Auf den Unterbau wird nun die Teichfolie verlegt. Ist die Teichfolie nach Ihren Ausmaßen bereits in der richtigen Form und Größe so wird diese in die Aushubsgrube hineingelegt. Es ist darauf zu achten, dass sich ringsum ein gleichmäßiger Randüberstend bildet. Es können auch die einzelnen Bahnen in der Aushubsgrube thermisch verschweißt werden. Enstehen Falten, so können diese aufgeschnitten und wieder dicht zugeschweißt werden.
Randabschluss:
Der Randabschluß muss überall dieselbe Höhe haben, daher sollte dieser nivelliert werden. Danach kann die mit vertikaler Abtrennung zum aussenliegenden Erdreich oder mittels Einbindegraben der mit Sand oder Magerbeton verfüllt und verfestigt wird, erfolgen. Zu beachten ist, das Falten in der Abdichtungsfläche nicht nach aussen gezogen werden. Diese bilden dann eine Kapillarwirkung welche den Wasserstand im Teich absinken lassen kann. Das Geotextil darf wegen der Dochtwirkung auch nicht über den Randbereich gezogen werden.
Durchdringungen:
Rohrdurchdringungen die mehr als 1 m unter dem höchsten Wasserstand liegen dürfen nur mittels doppeltem Klemmflansch ausgeführt werden. Über 1 m dürfen diese mit einer Ablaufgarnitur ausgeführt werden. Grundsätzlich sollten Rohrdurchdringungen oder Durchführungen nach den Empfehlungen der ON B 7209 Norm durchgeführt werden.
Überdeckung der Teichfolie:
Zum Überdecken der Teichfolie eignen sich besonders Sand, Rundkies oder Lehm. Bei unvorsichtiger Behandlung können auch hochwertige Teichfolien beschädigt werden. Achten Sie daher bei der Überdeckung das keine spitzen Steine direkt auf die Teichfolie gelangen. Steile Böschungen können mit einer Böschungsbefestigungsmatte oder mit einer Steinverkleidung fixiert werden.
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